In Bingen mündet die Nahe in den Rhein, sozusagen an der Grenze von Rheingau und Mittelrhein. Erstaunlicherweise haben die Naheweine aber einen deutlich eigenen Charakter. Noch erstaunlicher ist der große Anteil von Spitzen-Winzern in diesem kleinen Weinanbaugebiet. Dönnhoff, Dr. Crusius, Prinz Salm zu Salm, Emrich-Schönleber und andere stehen dafür. Und natürlich ist es auch die geographische und klimatische Situation und Lage. Dort finden wir die höchste Felswand nördlich der Alpen, Biotope mit eiszeitlicher Flora und eine ost-west Ausrichtung des Tales, die charaktervolle Weine möglich macht. Wie die körperreiche „Traisener Bastei“ vom Fuße des Rotenfels, der „Waldböckelheimer Felsenberg“, den wir von 4 Gütern beim Weinmenü im Gasthaus Hehner-Kiltz im Vergleich kosten konnten, die „Oberhäuser Brücke“, die 1992 mein erstes Wein-Entzücken verursachte. Abgesehen von der mächtigen Wand des Rotenfels weist das untere Nahetal eine leicht hügelige Landschaft auf. Hier siedelten bereits die Römer und auf dem Disibodenberg bei Sobernheim hat Hildegard von Bingen ihre Ausbildung erhalten und 40 Jahre gewirkt, bevor sie nach Bingen übersiedelte. Die Klosterruine des Disibodenbergs hat mit viel Engagement Freiherr von Racknitz konserviert und restauriert; er hat an den Südhängen des Berges auch wieder Weinstöcke gepflanzt. Eine WeinWanderung erschließt Ihnen dieses interessante Gebiet.
18.07. - 22.07.2012 Bad Münster-Ebernburg: landschaft zum 'wellnesswandern'-ausdrucksvolle Weine, € 695,- HP
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